Den ersten Eindruck über ein Versicherungsunternehmen bekomme ich über die Betrachtung
einiger Parameter, welche die Solvenz und die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens
kennzeichnen. In den untenstehenden Schaubildern sind einige namhafte Versicherer und ihre
Kennzahlen aus dem Jahr 2018 dargestellt. Natürlich verändern sich Werte von Jahr zu Jahr,
trotzdem kann ich mir als Kunde hierüber schonmal Vorab ein Eindruck über das Unternehmen
machen, an das ich mich mit meiner Krankenversicherung binden möchte.
Im Folgenden eine kurze Erläuterung über die Aussage der einzelnen Parameter.

Eine wichtige Kennzahl ist die
Eigenkapitalquote. Sie gibt mir Aufschluss
über das Maß der liquiden Mittel eines
Unternehmens. Bin ich als Unternehmen in
schwierigen Zeiten auf Fremdkapital
angewiesen oder komm ich allein über die
Runden?
Nicht nur im privaten Bereich gibt es mir ein
sicheres Gefühl, ein ausreichend hohes
Polster an Kapital auf der Seite zu haben –
denn niemand weiß was die Zukunft bringt.

Die RfB-Quote zeigt mir an, wieviel Geld für
die Ausschüttung von Beitragsrückerstattung
vorhanden ist. Jeder Kunde bekommt
bei einem leistungsfreien Jahr, einen Teil
seiner eingezahlten Prämien rückerstattet.
Dies ist jedoch selten vertraglich garantiert –
in schwierigen Zeiten kann diese
Rückzahlung also auch mal ausbleiben oder
ganz gestrichen werden. Ebenso können aus
dem RfB-Topf auch zukünftige
Beitragsanpassungen abgemildert werden.

Wie wirtschaftet das Unternehmen mit
seinem Kapital?
In der privaten Krankenversicherung liegt
dieses Kapital hauptsächlich in den
Altersrückstellungen der Kunden.
Die Nettoverzinsung zeigt die Höhe der
Zinseinnahmen an, die eine
Versicherungsgesellschaft für die
Alterungsrückstellungen erzielt hat. Sie ist
also ebenfalls eine wichtige Kennzahl zur
Beurteilung der langfristigen
Beitragsstabilität eines Unternehmens.